Panikstörung verstehen und an der Wurzel behandeln – mit Hypnose und Körperpsychotherapie in München

Von Diplom-Psychologe Martin Rosenauer, Privatpraxis für Hypnose und Körperpsychotherapie, München

Vielleicht haben Sie schon vieles versucht. Vielleicht kennen Sie die Attacken seit Monaten, seit Jahren. Vielleicht ist Ihre Welt nach und nach kleiner geworden – ein Ort weniger, eine Möglichkeit weniger, ein Stück Freiheit weniger.

Wenn das so ist, dann lesen Sie bitte ohne jede Eile weiter. Hier müssen Sie nichts leisten und nichts beweisen. Atmen Sie einmal langsam aus, und lassen Sie sich von den nächsten Zeilen einfach ein Stück begleiten.

Ich möchte Ihnen zeigen, warum eine Panikstörung sich so hartnäckig hält – warum besonders das Gedankenkreisen und die Angst vor der Angst sie am Leben halten – und warum auch eine festgefahrene Angst an der Wurzel lösbar ist. Schritt für Schritt, in Ruhe.

Dieser Text ist lang. Das ist Absicht. Sie dürfen ihn in mehreren Etappen lesen. Nichts davon müssen Sie auf einmal aufnehmen.

Sie sind nicht kompliziert. Sie sind erschöpft

Eine Panikstörung zehrt. Nicht nur in den Momenten der Attacke, sondern dazwischen – in dem ständigen leisen Hintergrundrauschen aus Wachsamkeit und Sorge.

Vielleicht kennen Sie das: das Vorausplanen jeder Strecke. Das Abscannen jedes Raumes nach dem Ausgang. Das Lächeln nach außen, während innen alles angespannt ist.

Das ist anstrengend. Kein Wunder, dass Sie müde sind. Sie tragen seit langem eine schwere Last.

Wie sich das Leben langsam verengt

Selten geschieht das auf einen Schlag. Es schleicht sich ein.

Erst meiden Sie eine bestimmte Situation. Dann zwei. Sie sagen ein Treffen ab, weil der Weg dorthin zu weit, zu eng, zu unsicher erscheint. Sie wählen das Café am Ausgang, den Sitz am Gang, die Strecke ohne Tunnel.

Jede dieser kleinen Entscheidungen fühlt sich vernünftig an. Und jede macht den Radius ein Stück kleiner. Bis Sie eines Tages merken, dass Ihr Leben in einem erstaunlich engen Kreis stattfindet – und dass die Angst, ohne dass Sie es wollten, zur heimlichen Regisseurin geworden ist.

Das ist nicht Ihre Schuld. Es ist genau das, was eine Angst tut, wenn man ihr nicht an der Wurzel begegnet.

Wahrscheinlich haben Sie schon einiges probiert

Viele Menschen, die zu mir kommen, haben eine ganze Geschichte hinter sich.

Medikamente, die die Spitze genommen, aber nichts gelöst haben. Eine Gesprächstherapie, in der Sie zwar verstanden haben, warum Sie Angst haben – ohne dass das Gefühl kleiner wurde. Ratschläge wie „Stell dich der Angst“, die in der Theorie stimmen und sich in der Praxis kaum umsetzen ließen. Atemübungen, Apps, Ratgeber.

Wenn Sie an einen Punkt gekommen sind, an dem Sie denken, bei mir hilft eben nichts – dann lassen Sie mich Ihnen etwas sagen: Das stimmt sehr wahrscheinlich nicht. Oft wurde nur noch nicht an der richtigen Stelle angesetzt.

Warum es nicht an Ihnen liegt

Ich möchte Ihnen einen Gedanken anbieten, der viele entlastet.

Sie haben die Angst nicht, weil Sie zu schwach, zu sensibel oder zu wenig diszipliniert wären. Sie haben sie, weil Ihr Nervensystem etwas gelernt hat – und weil unter der Angst etwas liegt, das nie verarbeitet werden durfte.

Beides lässt sich verändern. Gelerntes kann man wieder verlernen. Und Verarbeitetes verliert seine Macht. Sie sind nicht das Problem. Sie sind der Mensch, der eine Last trägt, die man abstellen kann.

Eine kurze Atempause, bevor wir weitergehen

Bevor wir gleich verstehen, was hinter der Angst steckt, gönnen Sie sich einen Moment.

Lassen Sie die Schultern sinken. Spüren Sie den Stuhl, der Sie trägt. Und atmen Sie einmal ganz aus – langsam, vollständig, bis zum Ende.

Sie müssen jetzt nichts verändern. Sie dürfen einfach nur lesen und sich ein Bild machen. Das genügt für heute völlig.

Wann aus Attacken eine Panikstörung wird

Eine einzelne Panikattacke ist noch keine Erkrankung. Von einer Panikstörung spricht man, wenn die Attacken wiederkehren – unberechenbar, oft aus dem Nichts – und Sie beginnen, Ihr Leben um sie herum zu bauen.

Typisch sind dann mehrere Dinge zugleich: die wiederkehrenden Attacken, die ständige Erwartungsangst zwischen den Attacken, das endlose Gedankenkreisen und das Vermeiden von Situationen, in denen eine Attacke besonders schlimm wäre.

Drei bis vier von hundert Menschen erleben das. Sie sind also alles andere als allein. Häufig kommen Begleiterscheinungen dazu – Schlafprobleme, Erschöpfung, gedrückte Stimmung –, weil das Dauerleben in Alarmbereitschaft an den Kräften zehrt.

Hypnose Schwindel

Wenn die Angst Räume besetzt: die Agoraphobie

Sehr häufig gesellt sich die Agoraphobie dazu – die Angst vor Orten, an denen man im Ernstfall nicht einfach heraus oder an Hilfe käme.

Der volle Supermarkt. Die U-Bahn zur Hauptverkehrszeit. Der Aufzug, der Tunnel, die Autobahn. Manchmal schon der Gedanke, das Haus zu verlassen.

So besetzt die Angst nach und nach einen Raum nach dem anderen. Und der Aktionsradius wird kleiner – nicht, weil Sie ängstlich sind, sondern weil das Vermeiden kurzfristig Erleichterung verspricht und sich langfristig rächt.

Wenn die Angst nicht allein kommt

Eine Panikstörung bleibt selten für sich. Das ständige Leben in Alarmbereitschaft kostet Kraft – und so gesellen sich häufig weitere Begleiter dazu.

Viele schlafen schlecht, weil der Kopf nicht abschaltet. Manche werden über die Zeit niedergeschlagen, ziehen sich zurück, verlieren die Freude an Dingen, die früher leichtfielen. Andere greifen zu Alkohol oder Beruhigungsmitteln, um die innere Unruhe zu dämpfen – was kurz hilft und langfristig die Sache verschärft.

Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine verständliche Folge von Dauerstress. Und es ist ein weiterer Grund, nicht endlos zu warten: Lösen wir die Angst an der Wurzel, bessert sich vieles davon mit.

Die Angst vor der Angst – der Motor der Panikstörung

Wenn es einen einzigen Mechanismus gibt, der eine Panikstörung über Jahre am Laufen hält, dann ist es dieser: die Angst vor der Angst.

Am Anfang stand vielleicht eine konkrete Situation. Doch irgendwann hat sich die Angst von ihr gelöst und ein neues Ziel gefunden – sich selbst. Sie fürchten nicht mehr die U-Bahn. Sie fürchten die Panik, die in der U-Bahn kommen könnte. Fachleute nennen das Phobophobie.

Das ist der Punkt, an dem die Angst unabhängig wird. Sie braucht keinen äußeren Anlass mehr. Eine harmlose Empfindung genügt: ein schnellerer Herzschlag nach dem Treppensteigen, ein Schwindel beim Aufstehen, ein Ziehen in der Brust.

Sofort meldet sich der wachsame innere Beobachter: Geht es wieder los? Und dieser Gedanke ist selbst ein Alarm. Er treibt den Puls hoch, was die Angst bestätigt, was den Puls weiter hochtreibt. Ein Kreis, der sich aus dem Nichts speist.

Über die Jahre wird dieser Kreis tief eingefahren – wie ein Trampelpfad, der mit jeder Wiederholung breiter wird. Und er verallgemeinert sich: Immer mehr Empfindungen, immer mehr Orte werden zu Auslösern. Genau das erleben viele als das Schlimmste – dieses Gefühl, dem eigenen Körper nicht mehr trauen zu können.

Die Sicherheiten, die man sich zulegt – die Wasserflasche, die Tablette in der Tasche, der Platz am Ausgang –, lindern kurz und verstärken auf Dauer. Denn jede sagt: Ohne mich wäre es gefährlich.

Halten Sie hier einen Moment inne und atmen Sie aus. Das alles klingt nach einem Gefängnis. Aber jeder dieser Mechanismen ist gelernt – und kann wieder verlernt werden. Genau dort setzen wir später an.

Das Gedankenkreisen – der Käfig im Kopf

Neben der Angst vor der Angst steht ihr Zwilling: das unaufhörliche Gedankenkreisen. Bei einer länger bestehenden Panikstörung ist es selten nur ein Begleiter – oft ist es zur zweiten Natur geworden.

Der Kopf läuft und läuft. Was, wenn es im Meeting passiert? Was, wenn ich auf der Autobahn die Kontrolle verliere? Was, wenn diesmal doch etwas mit dem Herzen ist? Was, wenn ich nie wieder normal leben kann?

Dieses Grübeln fühlt sich an wie Problemlösen. In Wahrheit ist es das Gegenteil. Denn jedes durchgespielte Katastrophenszenario versetzt den Körper in genau die Anspannung, die es verhindern will. Man grübelt sich tiefer hinein, statt heraus.

Und es hat eine verborgene Funktion. Sehr oft ist das Dauerdenken ein Schutz: der Versuch des Verstandes, ein darunterliegendes Gefühl in Schach zu halten. Solange der Kopf rotiert, muss man nicht spüren, was darunter wartet – die Trauer, die Wut, die Angst, das alte „Ich genüge nicht“. Das Grübeln ist dann wie ein Deckel, der ständig festgehalten werden muss.

Bei manchen richtet sich das Kreisen vor allem auf den Körper: ständiges Hineinhorchen, das Googeln von Symptomen, das Suchen nach der einen Bestätigung, dass alles in Ordnung ist – die aber nie lange reicht. Bei anderen ist es das nächtliche Wachliegen, das Durchkauen von Gesprächen, das Planen von Fluchtwegen.

Allen gemeinsam ist: Man kann das Gedankenkreisen nicht weggrübeln. Mehr Nachdenken füttert es nur. Es braucht einen anderen Zugang – einen, der unter den Verstand reicht. Genau das leistet die Hypnose, wie Sie gleich sehen werden.

Warum Reiß dich zusammen nicht funktioniert

Hier ist der Punkt, den kaum jemand erklärt: Die entscheidenden Gefühle, die eine Panikstörung antreiben, liegen gar nicht im denkenden Teil des Gehirns.

Sie liegen tiefer, in einer viel älteren Etage – im Gefühlsgedächtnis. Und dorthin kommt man mit Verstand, Logik und gutem Willen nur schwer.

Deshalb kann man über eine Angst reden, bis man blau anläuft, und sie trotzdem nicht berühren. Deshalb hilft „Reiß dich zusammen“ so wenig. Nicht, weil Sie sich nicht genug anstrengen – sondern weil die Stellschraube woanders sitzt.

Wie tief es reicht: die Angst sitzt im Körper

Angst wohnt nie nur im Kopf. Bei einer länger bestehenden Panikstörung hat sie sich in den Körper eingegraben.

Ich finde bei Betroffenen fast immer dasselbe: einen verspannten Brust- und Bauchraum, ein zusammengezogenes Zwerchfell, einen Atem, der hoch und flach in der Brust hängt, statt tief und ruhig zu fließen.

Dahinter steckt ein uralter Schutzreflex: Fühlen wir uns bedroht, spannen wir uns an und halten die Luft an. Geschieht das über Jahre, verlernt der Körper buchstäblich, wieder loszulassen. Das Gehirn „vergisst“, wie man diese Muskeln entspannt – Fachleute sprechen von sensomotorischer Amnesie. Aus der Anspannung wird eine Haltung: hochgezogene Schultern, enge Brust, harter Bauch.

Und diese Haltung hält die Angst am Leben, Tag für Tag. Ein verspannter, flach atmender Körper meldet dem Gehirn fortlaufend „Gefahr“ – selbst wenn gerade gar nichts ist. So füttern sich Körper und Angst gegenseitig. Schon Paracelsus wusste: „Alle Heilung geht durch den Atem.“

Die alten Schutzreflexe

Diese Anspannung ist kein Zufall. Sie folgt uralten Schutzreflexen, die tief in uns angelegt sind.

Erschrickt ein Säugling, reißt er die Ärmchen auf und zieht sie wieder an sich – der sogenannte Moro-Reflex. Bei echter Bedrohung erstarrt der Körper, hält den Atem an, macht sich klein. Solche Muster haben uns über Jahrtausende geschützt.

Bei dauerhafter Anspannung aber bleiben sie gewissermaßen „hängen“. Der Körper verharrt in einer leisen Dauer-Schreckhaltung: Schultern hoch, Brust eng, Atem flach, Bauch fest. Genau diese Haltung halten wir in der Körperarbeit auf – sanft, ohne Zwang –, damit der Körper wieder lernt, dass er nicht länger in Deckung gehen muss.

Das Bild des Staudamms

Woher aber kommt der ganze Druck? Dazu male ich gern ein Bild: einen Staudamm.

Ein guter Damm braucht zweierlei. Feste Mauern, die dem Hochwasser standhalten. Und kleine Luken, durch die das Wasser ablaufen kann, bevor es zu viel wird.

Die Mauern – das ist ein gesunder Selbstwert. Die Luken – das ist die Fähigkeit, Gefühle zu zeigen und herauszulassen.

Wer als Kind wenig Halt hatte, nicht bedingungslos angenommen war oder früh lernen musste, stark zu sein, der hat oft dünnere Mauern und kaum Luken. Der Pegel steigt über Jahre, und es gibt kein Ventil. Bis der Damm bricht.

Dieser Bruch – wenn alles auf einmal überläuft – das ist die Panikattacke. Sie ist kein Defekt. Sie ist der Hilferuf von etwas, das endlich gesehen werden will.

Was oft darunter liegt

Wenn wir in der Behandlung unter die Angst schauen, finden wir selten „nichts“. Wir finden meist ein altes, nie gefühltes Gefühl.

Oft sind es Spuren aus der Kindheit: das Gefühl, nur geliebt zu werden, wenn man funktioniert. Die frühe Erfahrung, allein gelassen zu werden mit dem, was wehtut. Ein Elternhaus, in dem starke Gefühle – Wut, Trauer, Angst – keinen Platz hatten. Manchmal auch ein frühes, körperliches Erleben von Ausgeliefertsein, lange bevor es Worte dafür gab.

Diese alten Gefühle sind nicht verschwunden. Sie haben sich nur tief zurückgezogen und treiben von dort die Angst an. Das Schöne ist: Findet man sie und lässt sie endlich da sein, verlieren sie ihre Macht. Genau das ist der Kern der Arbeit.

Geschichten, die das lebendig machen

Vielleicht sagt Ihnen am meisten, wie es anderen ergangen ist. Hier eine Reihe von Geschichten aus meiner Praxis – anonymisiert und in den Details verändert. Kein Versprechen auf denselben Verlauf; jeder Mensch ist anders. Aber vielleicht erkennen Sie sich in einer wieder. Lesen Sie sie ruhig, ohne Eile. Sie dürfen auch Pausen machen.

Der Mann mit der unterdrückten Trauer

Ein Mann Mitte vierzig reiste eigens aus Hamburg an. Er kam wegen Panikattacken, die ihn seit Monaten wie aus dem Nichts überfielen. Meist abends. Herzrasen, Enge in der Brust, keine Luft. Kardiologisch war alles abgeklärt.

In der Anamnese zeigte sich: Die Attacken hatten ein halbes Jahr nach dem Tod seines Vaters begonnen. Er hatte funktioniert, die Beerdigung organisiert, der Familie Halt gegeben – und nie wirklich geweint. Ein Satz fiel mir früh auf: „Ich musste ja stark sein, einer muss den Laden ja zusammenhalten.“

In der Hypnoanalyse bauten wir eine Brücke von der Enge in seiner Brust zurück zu diesem Verlust. Was er im Wachzustand „im Griff“ hatte, kam endlich in Bewegung. Die Trauer durfte sich lösen.

Als die Tränen das erste Mal kamen, sagte er, sichtlich überrascht: „Jetzt bin ich aber erleichtert.“

Parallel lösten wir die festgehaltene Anspannung in Atem und Brustkorb. Die nächtlichen Attacken wurden seltener und schwächer. Und zum ersten Mal seit langem, sagte er, könne er wieder frei durchatmen.

Die Frau mit der Aggressionshemmung nach Entwicklungstrauma

Eine Klientin Anfang dreißig litt unter Panikattacken – vor allem dann, wenn sie sich hätte abgrenzen oder wehren müssen.

Schon ihr Start ins Leben war ein schwerer. Als Frühgeborene verbrachte sie die ersten zwei Wochen im Brutkasten – allein, von der Mutter getrennt, kaum berührt, in jeder Bewegung eingeschränkt. Seither zog sich ein leises Gefühl durch ihr ganzes Leben: irgendwie ausgebremst zu sein. „Irgendetwas bremst mich immer“, sagte sie.

Dazu kam später ein Umfeld, in dem eigener Ärger gefährlich war. Wut wurde bestraft. Also hatte sie früh gelernt, alles hinunterzuschlucken. Ein Staudamm mit hohen Mauern, aber ohne Luken. Verräterisch ihr oft wiederholter Satz: „Ich will doch keinen Ärger machen.“

Die nicht gelebte, gesunde Aggression staute sich über Jahre. Bis der Damm überlief – in Form von Panik.

In der Trance gingen wir behutsam in frühe Szenen zurück, in denen das Kind keinen Raum für seine berechtigte Wut bekommen hatte. Über den Körper reichte diese Spur noch weiter zurück – bis zu jenem ganz frühen Erleben von Enge und Hilflosigkeit, für das es noch keine Worte gab. Über die Methode des informierten Kindes konnte sie dem Kind den Schutz und die Nähe geben, die ihm gefehlt hatten. Als sie zum ersten Mal spürte, dass ihre Wut sein durfte, sagte sie leise: „Das darf ich also wirklich? Das steht mir ja auch zu.“

Wir lösten die chronische Spannung in Kiefer, Hals und Bauch. Nach und nach gelang es ihr, gesunde Grenzen zu spüren und zu setzen. Die alte Bremse löste sich – sie konnte wieder vorangehen, etwas wollen, sich zeigen. Und in dem Maße, in dem ihr das gelang, verloren die Attacken ihre Grundlage.

Die Frau mit dem Grübeln und der inneren Anspannung

Eine Klientin berichtete von einem Kopf, der nie zur Ruhe kommt. Pausenloses Grübeln, ständiges Durchspielen von Szenarien, dazu eine dauerhafte Anspannung – die schließlich in Panikattacken mündete.

Das unaufhörliche Denken war dabei weniger Ursache als Schutz: der Versuch des Verstandes, ein darunterliegendes Gefühl in Schach zu halten. Ihr Schlüsselsatz, fast beiläufig: „Wenn ich nicht an alles denke, passiert bestimmt etwas Schlimmes.“

In der Trance tritt der grübelnde Kopf in den Hintergrund, und das eigentliche Gefühl wird zugänglich. Bei ihr lag darunter eine alte Angst, nicht zu genügen. Diese Angst konnten wir auflösen.

Zugleich war ihre Atmung flach und hoch. Über die integrative Atemtherapie lernte sie, wieder ruhig und vollständig auszuatmen. Mit der Selbsthypnose bekam sie ein Werkzeug, um das Gedankenkarussell selbst anzuhalten.

Nach einer der ersten tiefen Trancen atmete sie hörbar aus und sagte: „So still war es in meinem Kopf schon ewig nicht mehr.“ Die innere Anspannung ließ nach – und mit ihr die Attacken.

Die Frau mit der Panik im Tunnel

Eine Klientin reiste eigens aus Dortmund mit dem Zug an – durch etliche Tunnel, also mitten durch das, wovor sie sich am meisten fürchtete. Schon das sagte viel über ihren Mut und ihren Wunsch, etwas zu verändern.

Ihre Panik kam vor allem im Tunnel. Sobald die Einfahrt näher rückte, begann es. Das Tageslicht hinter ihr wurde kleiner und kleiner. Die Betonwände schoben sich heran, die Lichterkette an der Decke zog schneller und schneller vorbei.

Mit jedem Meter wuchs der Druck. Kein Seitenstreifen, keine Abzweigung, kein Anhalten – nur vorwärts. Die Hände umklammerten das Lenkrad, der Atem wurde flach und schnell, das Herz schlug bis zum Hals.

Und je länger der Tunnel, desto lauter die innere Stimme: Raus hier. Sofort. Genau dort, wo es kein schnelles Heraus gab, packte sie die nackte Angst, die Kontrolle zu verlieren. In der Bahn war es dasselbe, sobald der Zug ins Dunkel tauchte.

In ihr stritten zwei Stimmen. Die eine drängte mit aller Macht nach vorn – nur durch, nur ankommen. Die andere wollte sofort heraus, koste es, was es wolle. Diese Gier nach dem Ziel spaltete sie innerlich regelrecht auf. Ihr Schlüsselsatz: „Hauptsache durch, Hauptsache ankommen.“

In der Hypnose holten wir beide Anteile an einen Tisch. Hinter dem Drang nach vorn lag in Wahrheit der Wunsch, ein unerträgliches Gefühl von Ausgeliefertsein möglichst schnell hinter sich zu bringen. Über eine Affektbrücke führte dieses Gefühl zurück zu früheren Momenten, in denen sie sich gefangen und ohnmächtig erlebt hatte.

Als wir dieses alte Gefühl auflösen konnten, verlor auch die Gier nach dem Ziel ihre Kraft. Körperlich lösten wir den festgehaltenen Atem, das Anhalten, das Sich-Festkrallen.

Nach einer ruhigen Trance sagte sie, fast verwundert: „Komisch – ich muss ja gar nicht ankommen. Ich darf einfach hier sein.“

Von da an war der Tunnel nicht länger ein Ort, aus dem sie fliehen musste. Sie konnte bleiben. Und atmen.

Der Mann, der Angst vor dem Einschlafen bekam

Ein Mann Ende dreißig hatte seine ersten Attacken nachts, mitten aus dem Schlaf heraus. Er wachte auf mit hämmerndem Herzen, überzeugt, etwas Schlimmes geschehe gerade.

Bald war nicht mehr die Nacht das Problem, sondern die Angst davor. Abends im Bett begann das Grübeln: Was, wenn es wieder passiert? Was, wenn ich nicht mehr aufwache? Je mehr er sich Schlaf wünschte, desto wacher und angespannter wurde er. Aus Angst vor der Angst wurde Schlaflosigkeit, und die Erschöpfung machte alles schlimmer.

In der Behandlung zeigte sich unter der Schlafangst eine alte, tiefe Wachsamkeit – ein Nervensystem, das früh gelernt hatte, nachts nie ganz loszulassen, weil Loslassen sich einmal gefährlich angefühlt hatte. In der Hypnose konnten wir diese alte Wächterhaltung erreichen und beruhigen. Mit der Atemarbeit lernte sein Körper wieder, abends in die Tiefe zu sinken.

Die Selbsthypnose wurde sein abendliches Ritual. Das Gedankenkreisen verlor seinen Griff, und der Schlaf kam zurück – und mit ihm die Ruhe am Tag.

Die Frau, die in jedem Symptom eine Krankheit suchte

Eine Klientin lebte in ständiger Sorge um ihren Körper. Jedes Ziehen, jedes Stechen, jeder unregelmäßige Herzschlag löste eine Lawine aus: Sie maß den Puls, suchte im Internet, ging von Arzt zu Arzt. Jede Entwarnung beruhigte sie für ein paar Stunden – dann begann das Grübeln von vorn.

Das ständige Hineinhorchen hatte ihren Körper zu einem Minenfeld gemacht. Und die unaufhörliche Suche nach Sicherheit war selbst der Treibstoff der Angst.

In der Arbeit zeigte sich, dass die Sorge um den Körper an die Stelle einer viel älteren, ungestillten Sorge getreten war – das tiefe Gefühl, nie wirklich sicher und gehalten gewesen zu sein. Als dieses alte Gefühl in der Hypnose Raum bekam und sich beruhigen durfte, brauchte der Körper nicht länger als Bühne herzuhalten.

Sie lernte, eine Empfindung wieder eine Empfindung sein zu lassen, ohne sofort die Katastrophe dahinter zu suchen. Das Googeln hörte fast von selbst auf. „Ich darf meinem Körper wieder vertrauen“, sagte sie irgendwann – und meinte damit eigentlich sich selbst.

Der Perfektionist mit den endlosen Was wäre, wenn

Ein leitender Angestellter kam, weil ihn zwischen den Attacken vor allem das Denken auffraß. Sein Kopf lief rund um die Uhr Szenarien durch, sicherte jede Entscheidung dreifach ab, fand nie einen Aus-Schalter. Die Panik war nur die Spitze einer dauernden inneren Hochspannung.

Hinter dem Perfektionismus stand ein altes Gesetz: Nur wenn ich alles richtig mache und an alles denke, bin ich sicher – und genug. Das Grübeln war der Versuch, dieses „Nie-genug“ in Schach zu halten.

In der Trance, wo der kontrollierende Verstand zurücktrat, wurde das darunterliegende Gefühl greifbar – die frühe Erfahrung, nur über Leistung zählen zu dürfen. Wir konnten es auflösen und ihm neue, freundlichere innere Sätze geben.

Mit der Zeit durfte der Kopf langsamer werden. Er erzählte, dass er zum ersten Mal seit Jahren einen Spaziergang gemacht habe, ohne dabei zu arbeiten – einfach nur gehend, atmend, da.

Die Frau, die ihr Viertel kaum noch verließ

Eine Klientin hatte sich über Jahre einen immer kleineren sicheren Bereich zurechtgelegt. Erst keine langen Reisen mehr, dann keine Autobahn, dann kein Stadtzentrum. Zuletzt verließ sie kaum noch ihr Viertel. Die Agoraphobie hatte ihre Welt auf wenige Straßen geschrumpft.

Im Zentrum stand die Angst vor der Angst: die Vorstellung, weit weg von zu Hause eine Attacke zu bekommen und ihr ausgeliefert zu sein. Jede Vermeidung hatte kurz beruhigt – und den Käfig enger gemacht.

Wir arbeiteten an beidem: an dem alten Gefühl von Ungeborgenheit, das unter der Angst lag, und an dem über Jahre eingeübten Alarm im Körper. Statt sich zu Mut zu zwingen, durfte sie Sicherheit von innen wieder aufbauen.

Der Radius wuchs Schritt für Schritt – nicht durch Zähnezusammenbeißen, sondern weil die Angst von innen kleiner wurde. Irgendwann fuhr sie wieder ins Zentrum. Nicht als Mutprobe. Einfach, weil sie es wollte.

Der Mann nach dem Unfall

Ein Mann hatte einen schweren Autounfall überlebt. Körperlich heilte alles – doch Monate später kamen die Attacken, oft im Auto, manchmal schon beim Geräusch quietschender Reifen.

Sein Nervensystem hatte den Schrecken gespeichert und reagierte, als drohe die Gefahr noch immer. In der Trance konnten wir das unverarbeitete Erleben des Unfalls behutsam nachholen und auflösen – das, wozu im Moment des Geschehens keine Zeit gewesen war. Die Schreckhaftigkeit ließ nach, das Auto wurde wieder ein Auto.

Die Frau, die in Besprechungen Panik bekam

Eine Klientin bekam ihre Attacken vor allem in Meetings und in Gesellschaft – immer dort, wo sie beobachtet wurde. Im Kern stand die alte Angst, sich zu blamieren und nicht zu genügen.

Wir fanden die Wurzel in einer Kindheit, in der jeder Fehler peinlich kommentiert worden war. Als dieses alte Schamgefühl Raum bekam und sich löste, verlor der Blick der anderen seinen Schrecken. Sie konnte wieder sprechen, ohne dass der Körper Alarm schlug.

Der Ruheständler, der seinen Halt verlor

Ein Mann bekam seine ersten Attacken kurz nach der Pensionierung. Jahrzehntelang hatte ihn die Arbeit getragen, getaktet, gebraucht. Plötzlich war diese Struktur weg – und mit ihr ein Stück Identität.

Unter der Panik lag eine tiefe Verunsicherung: Wer bin ich, wenn ich nicht mehr gebraucht werde? Als dieses Gefühl gesehen und gewürdigt wurde, beruhigte sich auch der Körper. Er fand neue Aufgaben, einen neuen Takt – und die Attacken verschwanden mit der wiedergewonnenen Sicherheit.

Der junge Vater mit der Erschöpfungspanik

Ein junger Vater, beruflich eingespannt, nachts oft wach wegen des Babys, bekam mitten in dieser Dauerbelastung seine ersten Attacken. Er hatte schlicht zu lange über seine Kräfte gelebt.

Unter der Panik lag kein dramatisches Trauma, sondern eine schlichte, übergangene Wahrheit: Ich kann nicht mehr. Weil er nie gelernt hatte, sich etwas zu gönnen oder um Hilfe zu bitten, hatte der Körper irgendwann die Notbremse gezogen. In der Arbeit durfte er diese Erschöpfung endlich zugeben und spüren. Als er begann, für sich zu sorgen und Grenzen zu setzen, kam der Körper zur Ruhe.

Die Frau mit den Attacken nach der Geburt

Eine Frau bekam ihre Attacken in den Monaten nach der Geburt ihres Kindes – einer Zeit, die „eigentlich“ glücklich sein sollte und in der sie sich überfordert und schuldig fühlte.

Hinter der Panik lag ein ganzer Knäuel ungefühlter Gefühle: Erschöpfung, Angst, dem nicht gerecht zu werden, und alte Erwartungen an die „perfekte Mutter“. Als dieser Druck in der Hypnose Raum bekam und sich löste, wurde es ruhiger in ihr. Sie durfte unvollkommen sein – und genau das ließ die Attacken verebben.

Was diese Geschichten gemeinsam haben

Vielleicht ist Ihnen beim Lesen etwas aufgefallen. In jeder Geschichte lag unter der Panik ein altes, festgehaltenes Gefühl. In jeder hielten Gedankenkreisen oder die Angst vor der Angst den Kreislauf in Gang. Und in jeder ließ sich beides lösen.

Das ist kein Zufall. Das ist das Muster. Und es ist der Grund, warum auch eine hartnäckige Panikstörung nicht das letzte Wort behalten muss.

Spüren Sie ruhig nach, ob Ihr Atem inzwischen eine Spur tiefer geht. Wir sind nämlich am Wendepunkt angelangt.

Mein Behandlungsansatz: mehrere Säulen, die ineinandergreifen

Ich arbeite nicht mit einem einzigen Werkzeug, sondern mit mehreren, die zusammenwirken. Was Sie davon brauchen, finden wir gemeinsam heraus – ganz nach Ihrer Geschichte.

Säule 1: Auflösende Hypnose (Hypnoanalyse)

Es gibt zwei Arten von Hypnose. Die eine legt sich mit schönen Suggestionen wie eine Decke über das Symptom – angenehm, aber die Ursache bleibt darunter. Die andere deckt auf. Diese auflösende Hypnose, die Hypnoanalyse, geht an die Wurzel. Mit ihr arbeite ich.

In Trance tritt der Kopf einen Schritt zur Seite. Der innere Kommentator, der ständig bewertet, grübelt und wegerklärt, wird endlich leise. Und dann ist Platz für das, was darunter liegt.

Wir spannen eine Affektbrücke – vom Gefühl im Hier und Jetzt, etwa der Enge in der Brust, zurück zu dem Moment, in dem es entstanden ist. Dort darf das alte Gefühl endlich heraus: weinen, zittern, wütend sein – und sich auflösen. Besonders berührend ist die Arbeit mit dem „inneren Kind“, dem wir nachträglich geben, was ihm damals gefehlt hat.

Ist die Angst entschärft, schauen wir nach vorn – mit starken inneren Bildern und neuen Sätzen, die sich gut anfühlen.

Säule 2: Körperpsychotherapie und integrative Atemtherapie

Weil bei Panik immer auch der Atem festsitzt, gehört die Arbeit mit dem Körper unbedingt dazu.

Gemeinsam spüren wir auf, wo der Druck am größten ist, und lösen die Atemmuskeln Stück für Stück. Am liebsten nutze ich die integrative Atemtherapie. Sie ist sanft – sie kämpft nicht gegen die Anspannung, sondern lädt sie ein, von selbst nachzulassen.

Über feine Berührungen und kleine Bewegungen spüren Sie wieder, wo Sie – ohne es zu merken – festhalten. Und kaum spüren Sie es, beginnt sich der Griff schon zu lockern. Das ist kein Kraftakt, eher ein neugieriges Forschen.

Säule 3: Psychotherapeutische Begleitung

Damit Sie all das verstehen und einordnen können, fließen Methoden aus der Psychotherapie mit ein – mal etwas EMDR, mal Gestaltarbeit, mal ein verhaltenstherapeutischer Gedanke.

Sind Sie bereits in Behandlung, etwa in einer Verhaltenstherapie, ergänzt sich das oft wunderbar – am besten in Absprache mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten.

Warum gerade die Verbindung von Hypnose und Körper so wirksam ist

Viele Verfahren arbeiten entweder mit dem Kopf oder mit dem Körper. Die Panik aber sitzt in beiden.

Würden wir nur das Gefühl lösen, bliebe der Körper in seiner Schreckhaltung – und meldete weiter „Gefahr“. Würden wir nur den Körper lockern, bliebe das alte Gefühl unter der Oberfläche und träfe den nächsten Auslöser. Erst zusammen schließt sich der Kreis: Das gelöste Gefühl nimmt den Druck, der freie Atem nimmt den Daueralarm. Das eine stützt das andere.

Genau diese Verbindung erlebe ich als den Grund, warum oft schon wenige Einheiten so viel bewegen.

Wie wir speziell das Gedankenkreisen lösen

Weil das Grübeln so viele besonders quält, ein eigenes Wort dazu.

Gegen das Gedankenkreisen mit noch mehr Nachdenken anzugehen, ist wie Öl ins Feuer zu gießen. Deshalb arbeiten wir nicht im Kopf, sondern unter ihm.

In der Trance wird der grübelnde Verstand auf natürliche Weise leiser – nicht mit Gewalt, sondern weil die Aufmerksamkeit nach innen wandert. Und dann zeigt sich fast immer dasselbe: Unter dem Dauerdenken wartet ein Gefühl, das gehalten werden wollte. Sobald dieses Gefühl Raum bekommt und sich beruhigt, verliert das Grübeln seine Aufgabe. Der Deckel wird nicht mehr gebraucht.

Dazu kommen einfache Werkzeuge für den Alltag: das freundliche Benennen eines Sorgengedankens, statt mit ihm zu verschmelzen; das bewusste Zurückkehren zum Atem; die Selbsthypnose, mit der Sie das Karussell selbst anhalten können. Viele beschreiben es so, als sei im Kopf endlich wieder Platz.

Wie wir die Angst vor der Angst auflösen

Auch die Angst vor der Angst lösen wir an zwei Enden.

Am unteren Ende, an der Wurzel, machen wir das alte, ungelöste Gefühl wieder zugänglich und lassen es sich auflösen. Wenn der Eimer geleert ist, läuft er nicht mehr über – der Boden für die Attacken fällt weg.

Am oberen Ende lösen wir die erlernte Kopplung. Eine harmlose Empfindung hat über die Jahre gelernt, „Alarm“ zu bedeuten. In der Arbeit darf sie wieder das werden, was sie ist: eine harmlose Empfindung. Der Wissenschaft ist dieser Vorgang als Extinktion bekannt – erlernte Angst kann wieder verlernt werden. Wo vorher Alarm war, kehrt Gleichmut ein.

So muss die Angst nicht länger über die Angst wachen. Der Kreis, der sich aus sich selbst gespeist hat, findet seinen Anfangspunkt nicht mehr.

Wenn Sie der Hypnose gegenüber skeptisch sind

Das ist völlig in Ordnung – Skepsis ist ein Zeichen von Vernunft, kein Hindernis.

Hypnose hat nichts mit dem zu tun, was man aus Bühnenshows kennt. Sie werden nicht „weggetreten“ sein und nichts tun, was Sie nicht wollen. Trance ist ein natürlicher Zustand, den Sie täglich erleben – vertieft in ein Buch, beim Autofahren auf vertrauter Strecke, in den Minuten vor dem Einschlafen. Sie bleiben die ganze Zeit bei sich.

Viele meiner anfangs skeptischsten Klienten waren hinterher die überzeugtesten. Sie dürfen abwartend bleiben. Ihr Körper zeigt Ihnen von selbst, wann er sich sicher genug fühlt, um ein Stück loszulassen.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Das hängt von Ihrer Geschichte ab. Aber keine Sorge – wir reden nicht von jahrelanger Therapie. Hypnoanalyse und Körperarbeit gehen gezielt an die Ursache. In der Regel sind es 4–6 Intensiveinheiten zzgl. Erstberatung.

Wie eine Behandlung abläuft

Am Anfang nehmen wir uns Zeit. Ein ausführliches Erstgespräch, eine sorgfältige Anamnese – damit ich verstehe, was genau Sie tragen.

Schon in den ersten Sitzungen tauchen oft Gefühle und Bilder auf, an die man im Wachzustand nicht herankam. Von da an arbeiten wir mit Hypnose, Atem und begleitenden Methoden. Das Prinzip ist einfach und ungefährlich: das alte Gefühl behutsam herausholen, auflösen – und dem Körper das freie Atmen zurückgeben.

Viele erzählen mir, dass danach noch ganz anderes leichter wird: weniger Anspannung, mehr Ruhe, ein offeneres Miteinander. Auf Wunsch geht das alles auch online. English-speaking clients welcome.

Häufige Fragen

Verliere ich in der Hypnose die Kontrolle?

Nein. Der Kopf tritt zurück, doch Sie bleiben die ganze Zeit Sie selbst und behalten das Steuer. Hypnose ist kein Ausgeliefertsein, sondern ein wacher, gesammelter Zustand – nur mit besserem Draht zum Gefühl.

Hilft das auch gegen das ständige Gedankenkreisen?

Ja, und zwar besonders. Weil wir nicht im Kopf gegen das Grübeln ankämpfen, sondern darunter das Gefühl beruhigen, das es antreibt, verliert es seine Aufgabe. Dazu kommen Selbsthilfe-Werkzeuge, mit denen Sie das Karussell selbst anhalten.

Und gegen die Angst vor der Angst?

Auch hier setzen wir an der Wurzel an und lösen zugleich die erlernte Kopplung „Empfindung gleich Gefahr“. Körperempfindungen dürfen wieder harmlos sein.

Kann man eine Panikstörung ohne Medikamente behandeln?

In vielen Fällen ja. Hypnose und Körperarbeit setzen ganz ohne Medikamente an den Ursachen an. Ob zusätzlich etwas Ärztliches sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Hilft das auch bei Agoraphobie?

Ja. Agoraphobie und Panikstörung hängen eng zusammen. Lösen wir die zugrunde liegende Angst, weitet sich der Aktionsradius meist von selbst wieder.

Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Ja. In Deutschland gilt die Hypnose seit 2006 offiziell als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ich arbeite als Privatpraxis. Die Behandlung ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Die Konditionen werden Ihnen vorab schriftlich mitgeteilt.

Stellen Sie sich vor, wie es sein könnte

Atmen Sie noch einmal in Ruhe aus, und stellen Sie sich für einen Moment vor, wie sich Ihr Leben anfühlen darf, wenn die Angst nicht mehr am Steuer sitzt.

Sie sagen wieder zu etwas zu, ohne vorher den Fluchtweg zu suchen. Der Kopf wird abends still. Sie fahren, reisen, stehen im Gedränge – und denken an ganz andere Dinge als an Ihren Puls. Die Welt wird wieder größer.

Das ist kein Wunschdenken. Genau dorthin führt der Weg, den wir gemeinsam gehen können.

Stehen Sie ggf. doch erst noch am Anfang und haben gerade Ihre ersten Panikattacken?

Dann lesen Sie meinen Beitrag auf https://praxis-rosenauer.de/die-ersten-panikattacken-jetzt-handeln.

Nehmen Sie Kontakt auf

Sie müssen das nicht allein durchstehen – und Sie müssen nicht warten, bis es schlimmer wird.

Lassen Sie uns in einem ruhigen Erstgespräch gemeinsam schauen, was Ihre Angst ausgelöst hat und wie Sie ihr früh den Boden entziehen. Das Sekretariat erreichen Sie werktags zwischen 9 und 19 Uhr.

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Dipl.-Psych. Martin Rosenauer

c/o sinnvoll – Zentrum für Gesundheit

Menzinger Straße 68, 80992 München-Obermenzing

Telefon: 089 / 23068977

E-Mail: kontakt@praxis-rosenauer.de

Termine auch online möglich · English-speaking clients welcome

Und jetzt, zum Schluss: ein letztes Mal langsam ausatmen. Sie haben den ersten Schritt schon getan – Sie haben sich informiert.

Wenn es Ihnen akut sehr schlecht geht oder Sie sich in einer seelischen Notlage befinden, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall an den Notruf 112. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos unter 0800 111 0 111 sowie 0800 111 0 222 erreichbar.

Wichtiger Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz: Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information. Sie stellt keine medizinisch-psychologische Beratung dar und ersetzt diese nicht. Bei keinem der genannten Verfahren soll der Eindruck eines Heilungsversprechens erweckt werden. Aus den Ausführungen kann nicht abgeleitet werden, dass Linderung oder Verbesserung garantiert oder versprochen wird. Von einer Eigentherapie wird ausdrücklich abgeraten.