Dipl.-Psych. Martin Rosenauer: Experte für aufdeckende Hypnose
Im Videovortrag für den Kongress „Psychologie in Beruf und Praxis“ der LMU München erfahren Sie, warum sich festgefahrene Muster oft nur mit aufdeckenden Hypnosetechniken nachhaltig umlernen lassen.
Manche Gewohnheiten lassen sich einfach umlernen. Die tiefer sitzenden meistens nicht.
Manche Gewohnheiten ändern sich mit etwas Konzentration fast von selbst: im Urlaub zu einer anderen Uhrzeit aufstehen, sich an Linksverkehr gewöhnen oder die Zigarette nach dem Essen weglassen. Hier genügt häufig der bewusste Entschluss, manchmal unterstützt durch ein oder zwei sogenannte zudeckende Hypnosen, die vor allem mit Suggestionen arbeiten. Voraussetzung ist die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Verhalten und die eigene Veränderung zu übernehmen.
Überlebensmechanismen Fight, Flight, Freeze, Fawn: Wenn Ihr Nervensystem auf Überleben schaltet
Viele Blockaden sitzen jedoch tiefer:
Hinter Ängsten, Panikattacken, Schlafstörungen, erektiler Dysfunktion, Zwängen, depressiven Phasen oder chronischen Schmerzen stecken oft starke, unverarbeitete Gefühle. Die Überlebensmechanismen Ihres Nervensystems (Kampf, Flucht, Erstarrung und Anpassung an widrige Umstände) halten sie unter Verschluss. So können sie nie innerlich sortiert, aufgestaute Impulse nie durchlebt werden. An die Wurzel dieser Mechanismen kommt man mit purer Willenskraft nicht heran.
Aufdeckende Hypnose und vertrauensvoller hypnotischer Rapport
Um sich dieser Ebene behutsam anzunähern, braucht es hypnotische Trance und eine tragfähige Beziehung zum Hypnosetherapeuten: den sogenannten hypnotischen Rapport;
Die aufdeckende Hypnose öffnet den Zugang zu genau diesen Gefühlen. Sicher ko-reguliert durch den Psychologen können sie wahrgenommen, verarbeitet und neu eingeordnet werden. Genau dort, wo die zudeckende Hypnose nicht hinreicht.